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Tiggers Honigjagd

geschrieben von Sascha Gläsel

Hersteller: Doki Denki / Ubi Soft
Genre: Jump´n´Run
System: PlayStation, PAL-Version
Besonderheiten: benötigt Memory Card (1 Block); unterstützt analoge Steuerung; komplett deutsch
USK (ESRB): ohne Altersbeschränkung
Spieler: 1
Testmuster von: Ubi Soft

Auch wenn die PlayStation im Gegensatz zur "Kinderkonsole" Nintendo 64 eher als Gerät für eine dem Teenageralter entwachsene Zielgruppe gilt, gibt es doch auch auf Sonys 32-Bit Maschine eine Menge Games für jüngere Kids. Ein Vertreter dieser Spezies könnt ihr euch mit "Tiggers Honigjagd" ins Haus holen.

Winnie Puuh hat ein großes Problem: Der putzige Bär möchte gerne ein Fest für all seine Freunde veranstalten. Leider ist ihm aber der leckere Honig ausgegangen, von dem er so gerne und ausgiebig nascht. Ob sein tollpatschiger Freund Tigger ihm nicht ein wenig unter die Arme greifen könnte, um Honig zu organisieren? Voller Begeisterung wirft sich Tigger in das Jump'n'Run Abenteuer auf der Suche nach Honigtöpfen für Winnie Puuhs Party.

Ihr seht das Geschehen von der Seite und steuert dabei Tigger auf einem vorbestimmten Weg. Zunächst kann euer Held nur simpel durch die Gegend hüpfen. Nach dem Gewinn kleinerer Zwischenspiele (eine Senso Variante namens "Grimassen-Spaß" und ein Stock-in-den-Fluss-werfen Spiel) kann Tigger fortan mit seinen Armen wie Flügel schlagend weitere Strecken in der Luft zurücklegen oder seinen langen Schwanz als Sprungfeder einsetzen um noch größere Abgründe zu überwinden. Ansonsten erwartet euch traditionelle Hüpfspielkost, mit diversen schwebenden oder nach kurzer Pause verschwindenden Plattformen und allerlei Abgründen und versteckten Räumlichkeiten.

Traditionelle Hüpfspielkost
Neben den obligatorischen Honigtöpfen begegnet der kleine Tiger in den Level auch Freunden, die ihn bitten verlorene Gegenstände wieder zurückzubringen. Diese sind meist gut versteckt und können das ein oder andere mal leicht übersehen werden. Einmal gefunden, bringt ihr sie an die Stelle zurück, an dem euch euer Freund begegnet ist. Dabei kann es euch durchaus einmal passieren, dass ihr einen kompletten Level wieder zurückgehen müsst, um die Fundsache seinem Eigentümer zu übergeben. Am Ende eines jeden Abschnittes wartet die alte und weise Eule auf euch. Sie zählt penibel alle gesammelten Honigtöpfe zusammen. Erreicht ihr nicht eine vorgegebene Mindestzahl, lässt sie euch nicht passieren. Dann heißt es "Zurück Marsch, Marsch" um das ein oder andere noch verborgene Töpfchen mit dem klebrigen gelben Zeugs aufzustöbern.

Das abschließende Ende ist nach einem kleinen "Stein-Schere-Papier" Spiel schon nach neun Abschnitten erreicht. Dabei begegnen euch in blassen Farbtönen gehaltene Level, deren Schwierigkeitsgrad langsam ansteigt. Frust kommt aber keiner auf, da in "Tiggers Honigjagd" großzügig Rücksetzpunkte verteilt wurden, bei denen ihr wieder einsteigt, wenn Tigger der Mut verlässt. Habt ihr dreimal gepatzt, in dem ihr in Abgründe gefallen seit oder unliebsame Bekanntschaft mit der Rar gesähten Gegnerschaft gemacht, verliert euer virtuelles Alter Ego kein Leben, sondern wird mutlos. Kein Problem, da ihr so oft fortsetzen dürft, wie ihr wollt. Speichern allerdings ist nur nach Beendigung eines Levels möglich.

Fotos gefällig?
Zwischensequenzen gibt es ebenfalls zu bewundern - teils in Spielegrafik teils als prachtvolle dem letzten Winnie Puuh Kinofilm entlehnte FMV's. Habt ihr es Schlussendlich auf das Fest des Bären geschafft, wartet noch eine zusätzliche Aufgabe für die Jäger und Sammler unter euch. Gilt es doch Fotografien für ein Album aufzustöbern, die erst nach wiederholtem Durchspielen der Level erlangt werden können. Dazu durchlauft ihr die Abschnitte einmal gegen die Uhr und versucht ein andermal alle Honigtöpfe aufzuspüren und den Freunden zu helfen. Erst dann gelangen alle Teile der Fotos in eure Reichweite. Außerdem dürft ihr von Beginn an die drei Zwischenspiele ausprobieren.

fazit

Kleine Fans von Disneys Winnie Puuh kommen in "Tiggers Honigjagd" auf ihre Kosten. Es bietet zwar kurze aber durchaus kurzweilige Jump'n'Run Kost mit den bekannten Charakteren rund um den sympathischen Bären. Ältere Semester sind ob des niedrigen Schwierigkeitsgrades und der geringen Anzahl an Level deutlich unterfordert. Selbst junge Kids dürften schon nach wenigen Stunden alle Level durchstreift haben. Dann ist nur noch die Suche nach den Fotos angesagt oder eines der kleinen Zwischenspiele (sag).


grafik: 7.0 | sound: 6.0 | gameplay: 6.0 | gesamt: 6.0
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